Blogparade - Ein Diabetesjahr im Blick

Puha, was für ein Jahr mit meinem Diabetes. Es sind einfach so unglaublich viele coole Dinge passiert und heute möchte ich das Diabetesjahr mit euch noch einmal aufarbeiten um euch einen Einblick zu verschaffen, was so alles geschah.

Alles fing damit an, dass ich mich langsam in die Social Media Welt des Diabetes gearbeitet habe. Wordpress, Facebook, Twitter, Instagram und was es noch alles gibt. Ich baggerte tief in den Welten des Netzes und stieß dann zwangsläufig irgendwann auf einen Diabetes-Blog. Dieser wahr, wie unerwartet :-P mein-diabetes-blog.com von Ilka und Finn. Ich schaute mir verschiedene Artikel an und fand die Sache über seinen Diabetes zu schreiben unglaublich interessant und eine super Idee. Dann habe ich lange darüber nachgedacht ob ich nicht auch darüber schreiben sollte, was so in meinem Leben und dem Diabetes passiert. Also fing ich einfach ca. Mitte Mai damit an! Ich merkte schnell, dass mir die Sache mit dem bloggen viel Spaß macht und ich dadurch viel Motivation sammeln konnte. Außerdem kamen dadurch natürlich auch Kontakte zu den verschiedenen Bloggern auf. Auch die #dedoc Community blieb da nicht lange fern und ich beteiligte mich und war im wöchentlichen #Tweetchat gern mit dabei und tauschte mich mit den anderen über viele Themen aus.

Dann rief irgendwann der Lauf zwischen den Meeren. Ich selbst habe Jahrelang nichts an Sport betrieben und wusste daher nichts darüber. Aber es war die Chance die erste Gruppe der Community mal endlich Live sehen zu können und mich mit ihnen austauschen zu können... So von Angesicht zu Angesicht. Da ich in Flensburg wohne, ist der Lauf zwischen den Meeren nicht so weit weg von mir und ich nutze diese Gelegenheit. Es waren 2 unglaublich tolle Tage in Damp und Schleswig, welche ich sehr genoss. Ich weiss nicht ob es an der Gemeinsamkeit liegt, das der Diabetes da ist, aber alle haben sich super verstanden und hatten Spaß. 

Beim LzdM hatte ich auch das erste Mal die Gelegenheit eine Insulinpumpe in voller Blüte zu sehen und konnte erfahren, was genau so ein Ding bietet und welche Möglichkeiten dadurch geschaffen werden. Als ich diagnostiziert wurde, wollte ich auf keinen Fall eine haben, Schlauch, ewig an mir, NE! Das hat sich nach dem Lauf schlagartig verändert. Ich fand eine Pumpe sehr interessant und hab mich mehr darüber informiert. Schlussendlich habe ich mich dann dafür entschieden, auch eine Insulinpumpe tragen zu wollen. Also fing ich an mit meiner Ärztin und meiner Diabetesberaterin alles fertig zu machen um meine hoffentlich baldige Pumpe zu beantragen. Das zog sich natürich alles etwas hin und war viel Stress.

Dann kam ein Projekt nur für mich und meine Tattooleidenschaft: Mein Diabetes-Tattoo. Viel dazu erklären möchte ich hier gar nicht, schaut es euch einfach an :). Ich liebe es! 

Dann hörte ich vom Color Run in Hamburg. Eine veränderte Art des bekannten Holi Festival. Nur eben mit einem 5km Lauf gekoppelt. Daran wollte ich unbedingt teilnehmen, auch aus dem Grund das es ein Lauf war, der nicht so ernsthaft war, es ging eher darum viel Spaß dabei zu haben. Ich schloss mich also der Gruppe an und nahm daran teil und bewältigte den Lauf. Danach gab es noch eine riesen Party. Das war ungaublich spaßig und tat einfach gut.

 

 

Dann kam mein erster DiaStammtisch. In Hamburg treffen sich einige Leute einmal im Monat zum Stammtisch, wo viel gegessen, getrunken und ausgetauscht wird. Nicht nur über den Diabetes, auch viel allgemeines. Einfach eine nette Runde, die einen netten Abend zuammen verbringt. Normalerweise ist dieser Donnerstags, aber ausnahmsweise wurde er mal auf einen Freitag verlegt, damit danach noch weitergezogen werden kann. Wir waren schön essen beim Inder, danach ging es dann los auf die Reeperbahn. Die ganze Nacht wurde durchgefeiert und durchgetanzt.

Nach dem Color Run und de Stammtisch musste ich mich wieder meinem Pumpenantrag widmen. 3 Monate BZ-Tagebuch wollten ja noch eingereicht werden. Die ganze geschichte zog sich hin wie Kaugummi und langsam wurde ich immer genervter. Dann irgendwann. Der langersehnte Anruf meines Sachbearbeiters der Krankenkasse. "Deine Insulinpumpe wurde genehmigt, hab schon alles weitergeleitet und sie sollte nächste Woche in der Praxis sein." Als der Anruf kam war ich gerade auf der Arbeit und musste dort durch freudig durchdrehen. Aber wenn es dann so einfach wäre... Klar. Eine Schulung musste sein. Termin dafür stand auch. Da war nur ein Problem. Ich arbeite im Schichtdienst. War eine Woche krank und hatte eine Woche Urlaub. Danach wäre dann direkt die Schulung gewesen, aber 3 Wochen am Stück von der Arbeit weg?! Nein das konnte ich nicht. Also gab es erstmal eine Zeit voller Stress mit meiner Praxis, da ich unbedingt die Pumpe dran haben wollte. Es gab aber keine andere Lösung. Ich musste zu dieser Schulung. Glück gehabt, dann kam der Novemberdienstplan reingeschneit und ich sah, dass ich sowieso Anfang November viel frei hatte. Das erleichterte mir so einiges. Also zack, Anruf in der Praxis, bin dabei! So kam es dann auch...

Eine Woche Pumpenschulung. Begeistert war ich nicht, aber was muss das muss. Viele Sachen die in einer normalen Einstellungsschulung durchgenommen wurden, kamen natürlich vor. Hypo, Hyper, Keto und der Alkohol. Alles schonmal gehört. Das viel wichtigere war aber die Sache mit der Einstellung. Unter Pumpentherapie muss einfach mal Alles umgestellt werden. Am ersten Tag nach der Schulung waren meine Werte super und ich dachte schon:" Boar das läuft ja mega gut!" Das verhunzte mir dann der zweite Tag wieder sofort :D. In der Woche bin ich zu nicht einem einzige Basalratentest gekommen, da irgendein Wert mir das immer versaut hat. Also war die Schulung was meine Einstellung angeht noch nicht so arg erfolgreich, aber das habe ich erwartet. Klar das die ganze Sache ihre Zeit benötigt, aber wenn erstmal alle Faktoren stimmen, dann läuft die Sache auch.

Was folgt nun? Es wird mein erster Welt-Diabetes-Tag sein, bei dem ich dabei bin. Am 17.11 stürme ich Berlin. Wird nicht nur das erste mal WDT, sondern auch allgemein mein ertses Mal in Berlin sein. Höchstwahrscheinlich gehe ich irgendwo verloren. Erwartungen habe ich eigentlich keine vom WDT, da ich mir überhaupt nicht vorstellen kann wie dieser sein wird. Ich lass mich da einfach komplett überraschen und schaue was der Tag so bringt. Ich freue mich auf jeden Fall auf alle Leute die dabei sein werden und die man dort persönlich treffen kann.

Auf einen schönen Tag zusammen!

Bis Berlin

Euer Matthias Lindl von typ1liveblog.de

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