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Ich bin...

Eigentlich wollte ich heute keinen Beitrag leisten - Ich bin mir nämlich manchmal gar nicht so sicher wer ich eigentlich bin. Wie das eben so ist wenn das Leben sich umkrempelt. Ich hatte schon lange überlegt eine "Ich bin..." Liste zu erstellen (Es stand auf meiner To Do für mein 2015 Notizbuch). Also nehme ich jetzt das Thema zum Anlass das ganze etwas vorzuziehen. Und mich dabei ein bisschen mit mir selbst zu beschäftigen ;)

Ich bin...

...die, die mit dem Wald hinterm Haus aufgewachsen ist.
...die, bei der öfter mal Bambi vor der Gartentür stand.
...die, die früher immer auf Campingurlaub mit der Familie war.
...die, die noch nie Europa verlassen hat.
...die, die mit 7 Jahren und 11 Monaten die Herbstferien im KH verbrachte.
...die, die wegen des Dia totale Angst vor dem Altwerden hat
...und die deshalb viel zu viel Geld für die Rente an die Seite schafft.
...die, die fast einen Segelschein gemacht hätte (wenn sie denn die Prüfung geschafft hätte).
...die, die seit 3 Monaten mit dem Studium fertig ist
...und mit derm Vollzeitjob noch nicht so richtig klar kommt.
...die, die gerade vollkommen unfreiwillig zum total SAP-PSCD-Profi wird.
...die, die gerne wieder einen Balkon hätte.
...die, die sich fragt ob das bisher alles so die richtigen Entscheidungen waren im Leben.
...die, die eine "ganz okay"-Einstellung beim Dia für völlig ausreichend hält, weil sie für mehr eindeutig zu faul ist.
...die, die sich gerne Kreativ betätigen würde, der es aber an Kreativität absolut mangelt.

Bonus:

...die, die man vom 22. - 24. in Leipzig antrifft
...und natürlich im Januar in Berlin! ;)

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Diabetes - Über Unwissenheit und Unsichtbarkeit

Diabetes habe ich schon...mein Leben lang. Naja, nicht ganz, aber so kommt es mir zumindest vor. Denn eigentlich habe ich erst (oder soll ich sagen „schon“?) mit 10 Jahren Diabetes bekommen, aber an die Zeit davor kann ich mich nicht wirklich erinnern. Vermutlich wurden meine letzten Erinnerungen daran bei irgendeiner Hypo ausgelöscht. ;)

Übe die Jahre hinweg hat sich in der Diabetes-Therapie viel getan und verändert. Vieles ist einfacher geworden. Eines hat sich allerdings nicht merklich verändert, und zwar das Wissen der Öffentlichkeit über Diabetes. Gerade im Zeitalter von Internet, wo der Informationsfluß quasi unerschöpflich ist, sollte man meinen, dass dort die ein oder andere wichtige und vor allem richtige Information über Diabetes kursiert. Es gibt viele Vorurteile und auch Fehlinformationen, die uns Diabetikern das Leben nicht unbedingt einfacher machen. Ich persönlich habe vor allem oft an der Unwissenheit zu knapsen, der ich fast täglich begegne. Hier mal ein paar meiner Lieblings-Beispiele:

Du hast Diabetes? Merkt man gar nicht!“Tja, was soll man darauf bitte antworten? Wie soll man es auch merken, schließlich habe ich mir das nicht auf die Stirn tätowiert. Obwohl, das wäre vielleicht eine Idee…“Cranky Panky“.Sollte man so eine Aussage nun als Kompliment auffassen? Ich messe im Schnitt 7 Mal am Tag meinen BZ, gebe Daten in meine Insulinpumpe und eine App ein, und niemand merkt das? Tja, dann mache ich die Diabetes-Sache wohl gut?! Aber Diabetes besteht nicht nur aus Messen und Spritzen, was Nichtdiabetiker vielleicht noch mitbekommen könnten. Da gehört eine Menge mehr dazu, wovon Außenstehende so gut wie nichts merken. Diabetes ist ein Fulltime-Job und beschäftigt uns Zuckerköpfe den ganzen lieben langen Tag.

Bevor ich etwas kaufe, checke ich erst mal die Kohlenhydratangaben auf der Verpackung, anstatt die Ware einfach in den Einkaufswagen zu werfen, und überschlage schon mal grob, wie viel Einheiten ich spritzen muss. Manchmal denke ich, dass die Leute mich deswegen anstarren weil sie glauben ich würde die Kalorienangaben überprüfen, aber dann doch die Schokolade, Kekse und anderen Süßkram in die Einkaufstasche stopfen. Kein Wunder, dass das bei der mit dem Abnehmen nicht klappt“ höre ich sie flüstern. Den wahren Grund kennen sie nicht.
Die ständige Müdigkeit!
Na, wieder zu lang aufgeblieben gestern Nacht, zu tief ins Glas geschaut?“ Nein, mein Blutzucker ist einfach nur gerade übelst hoch und ich fühle mich, als hätte mir jemand eins mit dem Nudelholz übergezogen. Sorry, das kann natürlich keiner wissen. Diabetes ist ja unsichtbar! Mr Invisible halt.
Wenn mich jemand den Blutzucker messen sieht, werde ich oft gefragt, ob das nicht schmerzhaft sei. Klar merkt man das, aber was soll ich tun? Bei jedem Pieks in den Finger laut „Aua“ schreien? Gleiches Spiel beim
Spritzen oder Katheterwechsel. Wir Diabetiker sind offenbar Meister im Unterdrücken und Verstecken. Meine Taschen sind voll von Traubenzucker (den würde ich gewiss nicht freiwillig mit mir herum tragen) und anderem Süßkram. Auf Fremde macht das vielleicht einen verfressenen Eindruck. Dabei will ich doch einfach nur im Fall der Fälle so schnell wie möglich aus dieser elendigen Hypo heraus kommen. Liebe Leute, seid also froh, dass ich den ganzen Kram dabei habe. Ansonsten würde ich euch vermutlich im Hypowahn die Augen auskratzen. Ist also nur zu eurem eigenen Schutz. ;)

Woran man noch merken könnte, dass ich Diabetes habe? Restaurants werden danach ausgewählt, ob sich Light- Getränke auf der Speisekarte befinden. Nein, das ist selbst heut zu Tage, in Zeiten von Diäten und Ernährungsmythen, leider immer noch nicht selbstverständlich. Gerade in Österreich hat meine geliebte Cola Light auf vielen Speisekarten noch immer keinen Einzug gefunden.
Hosen ohne Gesäßtaschen werden übrigens auch nicht gekauft (finde ich eh hässlich und überflüssig). Schließlich muss ich doch meine Pumpe irgendwo verstauen.

Was du hast gestern wieder keinen Sport gemacht? Du faules Stück!“ Hallo? Die Diabetes Sau (so nenne ich meine Diabetes) hat mich leider daran gehindert. Versucht mal mit einem hohen oder niedrigen BZ Sport zu treiben. Viel Spaß...!

Ich könnte noch endlos weiter schreiben. Und das ist auch der Grund warum ich blogge. Nicht nur, weil ich gern schreibe und mich mit anderen Diabetikern über unser aller „sugar coated lifes“ austauschen möchte. Nein auch, weil ich gerne ein wenig aufklären und Vorurteile (Diabetiker sind alle dick und dürfen keinen Zucker essen, sehr beliebt) beseitigen möchte. Und vielleicht treffe ich dann irgendwann auf einen Menschen, der zum Thema Diabetes mehr zu sagen hat als: „Diabetes? Das hat meine Oma auch!

 

 

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Wo bleibt der Rest?

Die 3. größte Bevölkerung der Welt – Diabetiker

366.000.000 – In Worten: Dreihundertsechsundsechzigmillionen - Diese Zahl klingt wahnsinnig riesig. Und als Typ 1er sind wir ja noch mal wesentlich weniger aber immer noch so viele! Früher dachte ich auch immer, dass ich bestimmt nie einen Typ 1er auf der Straße oder so treffen werde. Und ehrlich gesagt hab ich das auch bis heute nicht. Dafür hab’ ich viele andere Leute getroffen, Leute nach denen ich aber auch bewusst gesucht habe! Vielleicht bin ich aber auch bereits tausende von Malen an Typ 1ern vorbei gelaufen und habe es einfach nicht geschnallt. Weil man es eben nicht oder kaum sieht.

Ich kenne Menschen mit schweren Behinderungen – wenn man sie sieht weiß man das sofort. Aber Diabetes sieht man, wie viele andere Krankheiten, fast nicht. Man kann nach Anzeichen suchen: Dunkle Fingerkuppen, ein Schlauch an der Hosentasche oder vielleicht ein Armband oder ähnliches was darauf hinweißt. Aber im Einkaufszentrum bleibe ich nicht vor Menschen stehen und frage nach ihren Fingern.

So wenig wie man den Diabetes sieht muss man sich mit ihm auch einschränken. Man kann ja (fast) alles machen! Es besteht gar nicht die Notwendigkeit offen mit der Krankheit umzugehen weil sie mich in kaum einer Lebenslage wirklich einschränkt – je nachdem wie ich persönlich mit ihr umgehe. Dabei macht es das Leben ja nicht leichter wenn ich mich mit meiner Krankheit verstecke.

Schätzungen belaufen sich (je nach Herausgeber) auf etwa 550.000 Typ 1 Diabetiker in Deutschland. Bei vermutlich einem der größten Deutschen Onlineforen sind, laut Website, 9603 Mitglieder angemeldet. Das entspricht gerade einmal 1,75%! Laut dem statistischen Bundesamt besitzen 77% der Haushalte in Deutschland einen Internetanschluss! Also wo ist der Rest?

Zugegebenermaßen bin ich selber erst spät zu der Community dazugestoßen. Das hatte primär folgenden Grund: Der Diabetes war so selbstverständlich das ich gar nicht auf die Idee gekommen bin danach zu Googeln! Warum denn auch? Inzwischen bereue ich es nicht eher getan zu haben.

Deshalb ist #dedoc eine wunderbare Idee: Wir sollten Menschen erreichen! Wir sollten eine Schnittstelle bieten zwischen den einzelnen Communitys, Blogs, Gruppen und Foren! Man sollte Leuten aufzeigen welche Möglichkeiten ihnen das WWW eigentlich bietet! Und dabei natürlich auf keinen Fall das Real Life vergessen!

In diesem Sinne: Wir sehen uns in Berlin!

 

Quellen:

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/Informationsgesellschaft/InternetnutzungHaushalte_82011.pdf?__blob=publicationFile

http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus

http://www.insulinclub.de/

 

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Sharing your disease

Wir alle teilen die gleiche Krankheit

Manche mögen den Diabetes nicht als Krankheit an sich sehen, sondern eher als unseren täglichen Begleiter, der uns jeden Tag aufs neue herausfordert. Diabetes ist eine Herausforderung, die man auch erstmal meistern muss!

Das Schwierige an der Sache ist aber auch, anderen zu erklären, wie das wirklich ist, wenn es diese Menschen nicht selber betrifft. Natürlich sind Familie, Freunde und Kollegen für einen da, man kann sagen "Ich fühle mich jetzt nicht gut, da ich unterzuckert bin" oder man erklärt, warum man wütend ist, wenn wieder einmal ein unerklärlicher Wert aus dem Nichts erscheint, aber es ist eben doch nicht dasselbe.

Deshalb ist es für die meisten Diabetiker wichtig, auch mit Gleichgesinnten zu reden. Das ist auch der Grund, warum so etwas wie #dedoc toll ist! Obwohl wir nicht alle an dem gleichen Ort sind, können wir uns trotzdem austauschen, um Rat fragen, Erfahrungen teilen. Und am anderen Ende gibt es Menschen, die genau wissen, wovon man redet.

Es ist schon ein bisschen makaber zu sagen, dass es schön ist, so viele Leute durch die Krankheit kennengelernt zu haben. Schließlich ist krank sein nicht wirklich etwas positives, worüber man sich freuen sollte. Aber wenn wir doch schon alle mehr oder minder (unter dem Gesichtspunkt des Krankseins) das gleiche Schicksal teilen, sollten wir auch das Beste daraus machen smiley

Die Erfahrung der letzten Monate hat mir gezeigt, wie enorm hilfreich es für mich persönlich war, mich mit anderen austauschen zu können. Als ich Diabetes bekam, hatte ich bis auf die Ärzte niemanden zum Reden. Man war auf sich alleine gestellt und alle haben irgendwie versucht, einem das Gefühl zu geben, sie wüssten, wovon man redet. Aber im Endeffekt wissen sie es eben doch nicht, egal, wie belesen sie sind.

Das in Worte zu fassen, ist einfach schwierig. Ich persönlich habe so viele nette Menschen kennengelernt, dass ich sie heute auch nicht mehr missen möchte! Es tut einfach gut, mal mit jemandem zu reden! Sich auch mal im realen Leben mit jemandem zu treffen und sagen zu können, dass daraus wirkliche Freundschaften entstanden sind.

Ich bin überzeugt, dass viele solche Menschen brauchen. Die einen haben Stammtische in ihren Städten, die anderen Foren, Blogs oder Tweetchats. Aber im Endeffekt ist es doch egal, ob virtuell oder real: wir alle teilen die gleiche Krankheit und wir alle haben etwas darüber zu berichten. Und jede einzelne Geschichte ist es auch wert, angehört zu werden!

Und wenn wir eines Tages alt und runzelig sind, sind es vielleicht diese Geschichten, die man sich auf Welt-Diabetes-Tagen anhört oder in Büchern lesen kann und die nachfolgenden Generationen Mut machen und ihnen sagen: ihr seid nicht alleine!

Spread all over the world - share your story - raise awareness!

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Bin ich Teil der drittgrößten Bevölkerung der Erde? Teil eines großen Ganzen?

Moin Leute!

Spätestens seit dem ich mitbekommen habe, dass der Verlag, bei dem ich momentan arbeite, in Indien ein eigenes Diabetes-Magazin für die vielen dort ansässigen Diabetiker (vor allem Typ 2) herausbringt, hab ich es auch verstanden: "Wir" sind anscheinend viele. Es folgt ein Gedankenwirrwarr zum Thema Diabetes Typ 1 und Typ 2.

Zum Weltdiabetestag dieses Jahr gehen überall die Plakate herum... Diabetes als drittgrößte "Weltbevölkerung" der Erde. Irgendwie unfassbar. Dass es sich dabei kaum um Typ1er handelt, da diese nur einen minimalen Prozentsatz der Diabetiker weltweit stellen, wenn auch wachsend, steht nirgends. Und somit sind Typ 1 und Typ 2 doch nach außen hin zum WDD wieder für alle das Gleiche, etwas, was "uns" ja eigentlich oft nicht gefällt. Auch das Programm zum WDD ist unter einem Dach, Vorträge zu Typ 1 und Typ 2 finden ohne weitere Kennzeichnung statt. Welche Themen gehen uns alle etwas an, welche Themen sind speziell? Ich als Neuling kann da noch nicht filtern, ich bin froh, wenn ich mich langsam weiter an meinen Typ 1 rantasten kann...

Aber was wollen "wir wenigen Typ1er" eigentlich? Ständig lese ich in Blogs und auf Foren von Namensänderungen dieser "Krankheit", man will sich eindeutig von den Typ2ern abgrenzen, nicht mit einem Typ2er verwechselt werden und sich nicht dauernd neu für das Stück Kuchen erklären. Das ist nämlich anscheinend immer das Schlimmste. Wollen wir das? Sind Typ 1 und Typ 2 sich tatsächlich so verschieden, dass "uns" eine reine Typisierung uns nicht ausreicht? Oder geht es hier doch eher um "andere" und ihre Reaktion auf den Satz: "Ich habe Diabetes."?

Ich weiß es nicht, ehrlichgesagt, ich habe dazu (noch) keine Meinung, lese nur oft solche Diskussionen mit. Viele Typ1er kämpfen glaube ich wirklich damit, von anderen erstmal Reaktionen a la "Oh, dann darfst du ja jetzt gar nichts mehr essen!" zu bekommen und als selbst Schuld an der Krankheit dargestellt zu werden. Mir ist das eigentlich egal, ich erkläre mich (zumindest noch) gerne.

Und trotzdem, wenn ich auf die Plakate schaue und lese, dass Diabetes die drittgrößte "Weltbevölkerung" der Erde stellen soll, sehe ich darin nicht mich, oder euch, ich sehe da Typ2er. Bin ich daran Schuld, oder das Plakat, oder warum sehe ich mich da nicht?

Leute, ich war schon lange nicht mehr so verwirrt über ein Thema:

Auf dem Plakat zum WDD sehe ich mich einfach nicht. Und euch auch nicht.

Trotzdem, es ist mir eigentlich egal, ob Typ 1 und Typ 2 von anderen in einen Topf geworfen werden, es kann sich ja nicht jeder auskennen. 

Dennoch fehlt mir manchmal ein klarer Schnitt, oder vielleicht kenne ich mich dafür mit Typ 2 noch zu wenig aus und es ist sich doch alles ähnlicher, als gedacht?

Ich weiß es nicht. Ich wollte euch nur meine Verwirrtheit dem Plakat des diesjährigen WDD gegenüber klar machen. Oder hab ich euch jetzt auch verwirrt?

Verwirrung beiseite, zurück zum Anfang: Wir sind viele. Selbst wenn die Typ1er nur einen kleinen Prozentsatz der Diabetesweltbevölkerung stellen, sind wir aktiv und froh, wollen "uns" kennenlernen und zusammen unterwegs sein. Deshalb vernetzen wir uns, und das ist toll so. Seit März 2013 habe ich Diabetes Typ 1. Seit April 2013 blogge ich regelmäßig darüber. Seit Mai gehe ich regelmäßig zu Stammtischen. Ich habe seit dem viele tolle Typ1er kennengelernt, habe mich selbst besser kennengelernt und es geschafft, der Krankheit meistens positiv gegenüber zu stehen und sie zu akzeptieren, weil wir viele sind und weil wir uns nicht verstecken.

Und genau deswegen zelebrieren wir dieses Jahr zusammen den Weltdiabetestag, meinen ersten Weltdiabetestag, an dem wir alle irgendwie Teil von irgendwas sind :)

Liebe Grüße von Tine (icaneateverything.blogspot.com)

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Welt Diabetes Blog

Heute ist es wieder soweit, es ist WELT DIABETES TAG! Ein sehr guter Anlass um darauf aufmerksam zu machen, das WIR immer mehr werden. Außerdem ist es ein guter Anlass, den nicht Erkrankten über die Diagnose Diabetes aufzuklären.

Ich persönlich habe seit 2,5 Jahren Diabetes! Ich habe es von meiner Familie geerbt und wusste durch deren Erkrankungen bzw. deren Beeinträchtigung, wie ich es eher nennen würde, schon einiges über Diabetes. Leider musste ich feststellen, dass der Großteil meines privaten Umfeldes (Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen) so rein gar nichts über dieses Thema wussten und ich gefühlte tausend mal über die Krankheit berichten musste und ich tausend mal erzählen musste, was Diabetes eigentlich ist.

Der WELT DIABETES TAG sollte dafür da sein klein, groß, jung und alt die Krankheit Diabetes als Einschränkungen zu zeigen und nicht als Krankheit.

Leider musste ich in meiner Behandlung feststellen, dass man als Erkrankter nicht immer die Behandlung bekommt die man gerne haben möchte bzw. meint das eine andere Behandlung für einen geeigneter wäre (Pumpe, CGM), da sie schlichtweg zu teuer sein soll. Ist das der Weg, den wir eingeschlagen haben? Das man nicht mehr danach gemessen wird, wie gut es dem Patienten geht, sondern wie teuer eine Behandlung ist? Das darf nicht sein! Der Diabetes Tag sollte ebenfalls den Krankenkassen zeigen, dass es nicht immer um Geld geht, sondern um Menschen, die eine Einschränkung haben und um deren Wohlergehen. Das wünsche ich mir persönlich vom WELT DIABETES TAG!

Grüße

Roman Lukas

Diabetiker Typ 1 oder 2 (Man weiß es nicht genau) ;-)
 

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Es ist wieder soweit! Weltdiabetes Tag 2013

Mein erster Blogeintrag hier auf dedoc und gleich so ein brisantes Thema.

Kurz vorher mal was zu mir und meinem Dauerbegleiter:
Ich bin Bj. 1983 und hab seit dem 21.01.1990 Typ 1 Diabetes. Warum ich mich so gut an das Datum bis dato noch so gut erinnern kann: Eselsbrücke! ^^ Zwei Tage zuvor hat mein Opa Geburtstag!
Jaja...so merkt man sich gewisse Daten.

Eingestellt wurde ich im Bethanienkrankenhaus in Moers. Ganz klasse...gerade mal n halbes Jahr in der Schule und schon für mehrere Wochen ins Krankenhaus und eine komplette umstellung der Lebensweise. Was hab ich mich gefreut...NICHT!. Ich begann also die CT Therapie mit Actrapid und Protaphan. Die Werte waren ein reinstes auf und ab und das machte sich auch im Hba1c bemerkbar. ø15,3 nach 10 Jahren. Jetzt werden viele vielleicht sagen "Oh mein Gott, das bleibt ja nicht ohne folgen!" oder "man hat der einen shclecht eingestellten Diabetes". Ich glaube bis heute, das es einfach an der eingeschränkten Sichtweise meines damaligen Arztes lag, der einfach keine Therapieanpassung vorschlug. Hat meine Werte gesehen, ich sollte diese in drei Farben dann markieren und ich hatte immer mehr Grün/Orange als Rot.

Anfang 2001, also 11 Jahre nach der Manifestation, die erste ordentliche Anpassung und umstellung von CT auf ICT. Ich lernte, das Essen richtig zu berechnen. Was eine BE ist und die vielfalt, das ich nun weg vom festen Mess-Spritz-Essplan kam, war wirklich hammer. An Insulin bekam ich Humalog und Lantus.
Das ganze ging dann bis ca 2005 gut. Ich wurde dann von Lantus auf Levemir umgestellt. Mein Hba1C ist nun seit 2005 "stabil-schwankend" zwischen 8 und 10. 
Als dann auch noch festgestellt wurde, das mein Körper wohl das NPH nicht sol will, wie es soll, bekam ich dann im Mai 2005 die Paradigm 712. Ich bin echt happy meinen kleinen "Piepser" bei mir zu tragen. Denn seitdem habe ich keine krankenhauspflichtige Ketoazidose mehr erlebt. Und seit 2011 trage ich nun auch die Paradigm Veo.

Mein Hba1c ist immer noch nicht optimal, obwohl wenn ich messe, die werte im grünen Bereich liegen. Jetzt erhoffe ich mir, dass das CGM mir hilft, weitere Therapieanpassungen vornehmen zu können und somit endlich mal aus dem orange-rotem Bereich ins den grün-orangen zu kommen.

So jetzt wisst Ihr was über mich und meinen Diabetes(-verlauf) und ich wünschen allen "Süßen" einen angenehmen WDT '13 und für alle, die am Sonntag in Berlin sind einen noch geileren Tag. ;)
 

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same same but different

Hallo,

ich bin Christian von http://www.tropfrate.de und schreibe bei der Blogparade mit. Nun mein Blogeintrag geht darum, dass jeder der Diabetes hat, aber doch verschieden ist.

Es ist vielleicht verwirrend, aber wenn man es genauer betrachtet und nach einem Blutzucker Battle den Titel nochmals durchliest klingt es logischer. Ich kam auf den Titel als ich in Wien war und mysugr besucht habe, dort bestritt ich mit Fredrik und Anton (Mitarbeiter von mysugr) ein BG Battle.

Wir sollten das Gleiche essen und alle das selbe machen, sprich: messen kurz und knapp alle sollen in dem Zeitraum das Gleiche tun. Wir legten unseren Zeitraum auf 3 Stunden fest. Also begannen wir mit dem 1. Messen, dem Essen und natürlich dem SPRITZEN.

Nach den 3 Stunden und verschieden zusammengekommenen Werten viel mir auf, wir aßen alle das Gleiche, haben alle Diabetes Typ 1, aber rechnen verschieden und spritzen verschieden und kommen alle mit einem guten Zucker raus.

Für mich ist das irgendwie ganz komisch daran zu denken, uns fehlt ja allen das Gleiche, die Inselzellen unserer Bauchspeicheldrüse, die ja das Insulin produziert, aber trotz dem gleichen Defizit müssen wir unterschiedlich rechnen und spritzen um einen normalen Blutzucker zu erreichen. Es ist mir klar, dass jeder Mensch anders gebaut ist und anders auf das Insulin reagiert aber irgendwo sind wir ja gleich, das Insulin ist eigentlich auch gleich und es veruscht unseren Zucker nach unten zu bringen. Es klingt alles ziemlich verwirrend, aber wenn ihr euch mal damit auseinander setzt, kommt ihr vielleicht auch auf den gleichen Gedanken und müsst schmunzeln.

Hoffe das ihr meine Gedanken zu dem Thema verstehen könnt :)  

~ Christian

 

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Diabetes – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten?

Hallo, mein Name ist Steffen. Eigentlich schreibe ich auf www.blue-circle-blog.de rund um Diabetes. Auf meinen Blog erfahrt Ihr auch mehr über mich, aber im Rahmen des Open-Blog möchte ich heute gerne hier einige Gedanken mit euch teilen.

Die Poster zum Welt-Diabetes-Tag und die geschätzte Zahl der weltweiten Diabetiker auf der Website Welt-Diabetes-Tag.de verdeutlichen es: Diabetes ist auf der Liste der bevölkerungsreichsten Länder auf Platz 3 geklettert und das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die Vereinigten Staaten von Amerika, belegt nur noch Rang 4.

Ist somit Diabetes das neue „Land“ der unbegrenzten Möglichkeiten?

Wenn man sich die medizinische Versorgung anschaut dann geht es uns in Deutschland zwar wesentlich besser als vielen Diabetikern in anderen Ländern, aber Einschnitte wie zum Beispiel die Limitierung der kassenärztlichen Vereinigungen bei Teststreifen zur Blutzuckermessung schränken uns und unsere Lebensqualität leider ein.

Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen der Pharmaunternehmen können zwar teilweise sehr ausgereifte Produkte vorweisen, aber in den Genuss dieser massiv zur Lebensqualität von uns Diabetikern beitragenden CGM Systeme kommen aufgrund der nicht unerheblichen Kosten und der ablehnenden Haltung der Krankenkassen nur die wenigsten. Das ist wirklich sehr schade. Insbesondere die Sorgen von Eltern, dass ihr an Diabetes Mellitus erkranktes Kind in der Nacht eine starke Unterzuckerung erleidet könnten so einfach genommen werden.

Als unbegrenzte Möglichkeit kann man die immer wieder auftretenden Hindernisse beim Führerschein ja auch nicht sehen. Natürlich müssen wir Diabetiker sehr verantwortungsvoll sein, wenn wir ein Auto fahren wollen um zum Beispiel die geforderte Flexibilität im Beruf zu erfüllen. Aber wenn schon die Teststreifen eingeschränkt werden – siehe oben – wird natürlich eine ständige Kontrolle der Blutzuckerwerte vor dem Fahrtantritt erschwert.

Und sobald ein Diabetiker mal in einen Unfall verwickelt ist wird es natürlich gleich in den Medien dargestellt, dass alle Diabetiker ein hohes Gefahrenpotenzial darstellen. #FAIL

Zum Thema Diabetes und Führerschein empfehle ich übrigens diese Seite: http://www.diabetes-und-recht.de/fuehrerschein/

Aber eins ist klar. Das „Land“ Diabetes ist auf jeden Fall: The Home of the Brave!

In diesem Sinne # NeverLetDiabetesBeatYou und #RiseAboveDiabetes

 

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Blogparade - Ein Diabetesjahr im Blick

Puha, was für ein Jahr mit meinem Diabetes. Es sind einfach so unglaublich viele coole Dinge passiert und heute möchte ich das Diabetesjahr mit euch noch einmal aufarbeiten um euch einen Einblick zu verschaffen, was so alles geschah.

Alles fing damit an, dass ich mich langsam in die Social Media Welt des Diabetes gearbeitet habe. Wordpress, Facebook, Twitter, Instagram und was es noch alles gibt. Ich baggerte tief in den Welten des Netzes und stieß dann zwangsläufig irgendwann auf einen Diabetes-Blog. Dieser wahr, wie unerwartet :-P mein-diabetes-blog.com von Ilka und Finn. Ich schaute mir verschiedene Artikel an und fand die Sache über seinen Diabetes zu schreiben unglaublich interessant und eine super Idee. Dann habe ich lange darüber nachgedacht ob ich nicht auch darüber schreiben sollte, was so in meinem Leben und dem Diabetes passiert. Also fing ich einfach ca. Mitte Mai damit an! Ich merkte schnell, dass mir die Sache mit dem bloggen viel Spaß macht und ich dadurch viel Motivation sammeln konnte. Außerdem kamen dadurch natürlich auch Kontakte zu den verschiedenen Bloggern auf. Auch die #dedoc Community blieb da nicht lange fern und ich beteiligte mich und war im wöchentlichen #Tweetchat gern mit dabei und tauschte mich mit den anderen über viele Themen aus.

Dann rief irgendwann der Lauf zwischen den Meeren. Ich selbst habe Jahrelang nichts an Sport betrieben und wusste daher nichts darüber. Aber es war die Chance die erste Gruppe der Community mal endlich Live sehen zu können und mich mit ihnen austauschen zu können... So von Angesicht zu Angesicht. Da ich in Flensburg wohne, ist der Lauf zwischen den Meeren nicht so weit weg von mir und ich nutze diese Gelegenheit. Es waren 2 unglaublich tolle Tage in Damp und Schleswig, welche ich sehr genoss. Ich weiss nicht ob es an der Gemeinsamkeit liegt, das der Diabetes da ist, aber alle haben sich super verstanden und hatten Spaß. 

Beim LzdM hatte ich auch das erste Mal die Gelegenheit eine Insulinpumpe in voller Blüte zu sehen und konnte erfahren, was genau so ein Ding bietet und welche Möglichkeiten dadurch geschaffen werden. Als ich diagnostiziert wurde, wollte ich auf keinen Fall eine haben, Schlauch, ewig an mir, NE! Das hat sich nach dem Lauf schlagartig verändert. Ich fand eine Pumpe sehr interessant und hab mich mehr darüber informiert. Schlussendlich habe ich mich dann dafür entschieden, auch eine Insulinpumpe tragen zu wollen. Also fing ich an mit meiner Ärztin und meiner Diabetesberaterin alles fertig zu machen um meine hoffentlich baldige Pumpe zu beantragen. Das zog sich natürich alles etwas hin und war viel Stress.

Dann kam ein Projekt nur für mich und meine Tattooleidenschaft: Mein Diabetes-Tattoo. Viel dazu erklären möchte ich hier gar nicht, schaut es euch einfach an :). Ich liebe es! 

Dann hörte ich vom Color Run in Hamburg. Eine veränderte Art des bekannten Holi Festival. Nur eben mit einem 5km Lauf gekoppelt. Daran wollte ich unbedingt teilnehmen, auch aus dem Grund das es ein Lauf war, der nicht so ernsthaft war, es ging eher darum viel Spaß dabei zu haben. Ich schloss mich also der Gruppe an und nahm daran teil und bewältigte den Lauf. Danach gab es noch eine riesen Party. Das war ungaublich spaßig und tat einfach gut.

 

 

Dann kam mein erster DiaStammtisch. In Hamburg treffen sich einige Leute einmal im Monat zum Stammtisch, wo viel gegessen, getrunken und ausgetauscht wird. Nicht nur über den Diabetes, auch viel allgemeines. Einfach eine nette Runde, die einen netten Abend zuammen verbringt. Normalerweise ist dieser Donnerstags, aber ausnahmsweise wurde er mal auf einen Freitag verlegt, damit danach noch weitergezogen werden kann. Wir waren schön essen beim Inder, danach ging es dann los auf die Reeperbahn. Die ganze Nacht wurde durchgefeiert und durchgetanzt.

Nach dem Color Run und de Stammtisch musste ich mich wieder meinem Pumpenantrag widmen. 3 Monate BZ-Tagebuch wollten ja noch eingereicht werden. Die ganze geschichte zog sich hin wie Kaugummi und langsam wurde ich immer genervter. Dann irgendwann. Der langersehnte Anruf meines Sachbearbeiters der Krankenkasse. "Deine Insulinpumpe wurde genehmigt, hab schon alles weitergeleitet und sie sollte nächste Woche in der Praxis sein." Als der Anruf kam war ich gerade auf der Arbeit und musste dort durch freudig durchdrehen. Aber wenn es dann so einfach wäre... Klar. Eine Schulung musste sein. Termin dafür stand auch. Da war nur ein Problem. Ich arbeite im Schichtdienst. War eine Woche krank und hatte eine Woche Urlaub. Danach wäre dann direkt die Schulung gewesen, aber 3 Wochen am Stück von der Arbeit weg?! Nein das konnte ich nicht. Also gab es erstmal eine Zeit voller Stress mit meiner Praxis, da ich unbedingt die Pumpe dran haben wollte. Es gab aber keine andere Lösung. Ich musste zu dieser Schulung. Glück gehabt, dann kam der Novemberdienstplan reingeschneit und ich sah, dass ich sowieso Anfang November viel frei hatte. Das erleichterte mir so einiges. Also zack, Anruf in der Praxis, bin dabei! So kam es dann auch...

Eine Woche Pumpenschulung. Begeistert war ich nicht, aber was muss das muss. Viele Sachen die in einer normalen Einstellungsschulung durchgenommen wurden, kamen natürlich vor. Hypo, Hyper, Keto und der Alkohol. Alles schonmal gehört. Das viel wichtigere war aber die Sache mit der Einstellung. Unter Pumpentherapie muss einfach mal Alles umgestellt werden. Am ersten Tag nach der Schulung waren meine Werte super und ich dachte schon:" Boar das läuft ja mega gut!" Das verhunzte mir dann der zweite Tag wieder sofort :D. In der Woche bin ich zu nicht einem einzige Basalratentest gekommen, da irgendein Wert mir das immer versaut hat. Also war die Schulung was meine Einstellung angeht noch nicht so arg erfolgreich, aber das habe ich erwartet. Klar das die ganze Sache ihre Zeit benötigt, aber wenn erstmal alle Faktoren stimmen, dann läuft die Sache auch.

Was folgt nun? Es wird mein erster Welt-Diabetes-Tag sein, bei dem ich dabei bin. Am 17.11 stürme ich Berlin. Wird nicht nur das erste mal WDT, sondern auch allgemein mein ertses Mal in Berlin sein. Höchstwahrscheinlich gehe ich irgendwo verloren. Erwartungen habe ich eigentlich keine vom WDT, da ich mir überhaupt nicht vorstellen kann wie dieser sein wird. Ich lass mich da einfach komplett überraschen und schaue was der Tag so bringt. Ich freue mich auf jeden Fall auf alle Leute die dabei sein werden und die man dort persönlich treffen kann.

Auf einen schönen Tag zusammen!

Bis Berlin

Euer Matthias Lindl von typ1liveblog.de

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