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Ich brauch 'ne Beziehungspause!

Neulich kam ich von meinem Quartalstermin zurück. Der Blick in meinen Diabetespass zeigte: 8,0. Das war er also, mein erster HbA1c für dieses Jahr. Durchschnittlich und nicht besonders gut. Was genau meine Beziehung zu meinem Diabetes die letzte Monate wiederspiegelt.

Das Ende des letzten Jahres war sehr nervenaufreibend für mich, Ich hatte viel Stress und privat ging es mir nicht so gut. Ich hatte tatsächlich zu der Zeit nicht die Kraft und den Willen mich intensiv mit meinem Begleiter auseinander zu setzen. Das ist okay, es kann ja auch nicht immer gut laufen. Aber ich fing mich, versuchte, mich so gut es geht zu bemühen, es ihm recht zu machen. Aber die Quittung, die mir Herr von und zu Diabetes gab, hab ich jetzt auf Papier.
 

Ich hatte arge Probleme mit meinen Kathetern. In etwa jeder dritte lag dann endlich mal "gut". Ständige Hypers plagten mich, ich war motzig, fing Streit an für nichts und war sowieso echt genervt. "Wie soll ich mich bitte vernünftig um dich kümmern, wenn du alle meine Versuche im Keim erstickst?!", fragte ich ihn. Es war zum Mäusemelken. Es geht nun besser, aber auch die Beihnah-Hypos, mit denen ich mich seit etwa 2 Wochen herumplage, zehren an meinen Nerven. Als würde echt gar nichts mehr stimmen! Keine Basalrate, kein BE-Faktor, kein Korrekturfaktor. Aber wie soll ich das auch bitte nachprüfen, wenn ich entweder zu niedrig oder zu hoch bin? Manchmal würde ich dann einfach gerne meine Pumpe in die Ecke schmeißen und sagen, dass mir jetzt alles egal ist. Wie so ein kleines Kind, das seinen Willen nicht bekommt und dann bockt. Wer hätte gedacht, dass ich nach nun etwas mehr als 2 Jahren wieder mit Pumpe so was sagen würde, war ich damals doch so glücklich, sie endlich wieder bekommen zu haben. Schließlich habe ich 2 Jahre lang alles gegeben, um endlich so weit sein zu können. Und jetzt ist es ein Stück Elektronik in Plastik gehüllt, das mir keinen Mehrwert mehr bringt. Schlechte Werte konnte ich schließlich auch unter ICT haben, denke ich mir.
 

Täglich habe ich mit Menschen mit Diabetes zu tun. Und oft sage ich ihnen, wenn sie sich beklagen, wie schlecht es gerade läuft, dass es besser wird mit der Zeit. Dass das ein Stück Arbeit ist, aber es bald wieder aufwärts geht. Es kann ja nicht immer nur schlecht sein! Ich versuche ihnen Mut zu machen, nicht aufzugeben, denn diesen Bund der Ehe werden wir nicht los. Wir müssen uns mit unserem Diabetes auseinandersetzen, ob wir wollen oder nicht. Sie fühlen sich getröstet und versuchen, es besser zu machen. Das tue ich auch. Aber es scheint einfach nicht zu funktionieren. Ich hätte gerne eine Paartherapie, aber wie soll man sich mit jemandem auseinandersetzen, der nicht redet, sondern nur handelt? Und zwar nicht unterstützend, sondern abblockend. Am liebsten wäre mir eine Beziehungspause. Nicht lange, nur um diesem Gezeter für einen kurzen Zeitraum aus dem Weg zu gehen. Aber er lässt mich einfach nicht. So ist er, besitzergreifend. Und ich muss mich wohl oder übel nach ihm richten. Die Alternative, ihn zu ignorieren, kommt nicht in Frage. Das hatte ich schon mal und das  hatte kein gutes Ende. Trotzdem frage ich mich, wann es bei uns besser läuft.

Es ist nicht immer alles rosig und schön, wenn man Diabetiker ist. Manchmal läuft es eben nicht gut und ich finde, man sollte auch ehrlich sagen können, dass es nicht toll ist zur Zeit. Vielleicht weiß der ein oder andere ja auch, wovon ich rede. Ich kann ja auch nicht die Einzige sein,der es mal so geht, schließlich sind wir so viele!

Mein Masterplan ist jetzt also, mal Basalratentest zu machen und zu prüfen, ob meine Faktoren noch stimmen. Auch wenn ich doch lieber einfach eine Beziehungspause hätte.

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Diabetes & mHealth-Technolgie – Wird es akzeptiert und genutzt in Deutschland?!

Die Entwickler von #mHealth Technologie sind sich sicher, ihre Entwicklungen erleichtern das Leben von Diabetikern ABER sehen das auch die eigentlichen Konsumenten so? Wird es akzeptiert? Genutzt? Was ist mit der Datensicherheit? Möchte ich überhaupt soviel über mich selbst wissen?!
 
Ich schreibe aktuell an meiner Masterarbeit für meinen Master in Management an der ESCP Europe und würde mich sehr über 5 Minuten eurer Zeit freuen.
 
Die Umfrage und ausführlichere Beschreibung findet Ihr hier: http://goo.gl/forms/j3i17DzGDJ

Bei Fragen kontaktiert mich gerne via #Twitter @boemelJ oder jan.boemelburg@edu.escpeurope.eu

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#dedoc Blogparade zum Weltdiabetestag 2014: „Hallo, ich bin ... !“

Am 14. November ist es wieder soweit: Zum Weltdiabetestag 2014 findet auch dieses Jahr wieder die große #dedoc Blogparade statt! 

Jeder kann mitmachen: Blogger oder nicht, via Facebook, Twitter, Blogpost oder #dedoc OpenBlog – Hauptsache, Du bist dabei! Denn in der diesjährigen #dedoc Blogparade geht es um Dich! Wer bist Du? Wie geht es Dir? Was machst Du so? 

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#dedoc Flyer zum Auslegen in Euren Arztpraxen!

Hier sind sie endlich! 

Zum 1. Geburtstag der Deutschen Diabetes Online Community hier die offiziellen #dedoc-Flyer - so, wie sie auch auf dem Weltdiabetestag verteilt werden. Zum Download, Ausdrucken und Verteilen - bei Eurem Hausarzt oder Diabetologen, in Euren Selbsthilfegruppen oder bei Eurem nächsten Diabetiker-Stammtisch, auf Diabetes-Messen oder woauchimmer Ihr es für sinnvoll erachtet ;-) !

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#dedoc Flyer Frontseite als pdf-Download

#dedoc Flyer Rückseite als pdf-Download

 

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