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#dedoc Blogparade: "Hallo, ich bin Anja!"

Hallo, ich bin…ähm… ja,. wer bin ich eigentlich?

Darüber habe ich mir in der letzten Zeit einige Gedanken gemacht und es gibt mehrere Möglichkeiten zu antworten. Um es also kurz zu machen, ich bin Anja, ein 27-Jähriges Landkind, dass seit einigen Jahren in der Großstadt wohnt. Es „geht mir gut, wenn mich gute Musik geflasht hat“, ich sitze gerne im Grünen, bevorzugt in der Gesellschaft eines guten Buches oder exquisiter Menschen und seit zwei Jahren bin ich ein Einser Typ… Typin… egal!

Warum ich das heute bin, mit allem drum und dran, hat vermutlich auch damit zu tun, wer ich war.

Eigentlich wollte ich nur Blutspenden. Jetzt lasse ich das bleiben, denn mein Kreislauf fand das gar nicht gut und nachdem ich eine Woche lang nach jeder erklommenen Treppenstufe nach Luft ringen musste ging ich zum Arzt und tadaaa – „Ja, also Eisen haben Sie keines mehr. Und die Zuckerwerte, also das könnte Diabetes sein.“ Zwei Wochen später war es dann sicher und ich offiziell ein Einser-Typ.

Jeder hat mir versichert, was für ein großes Glück ich hätte, dass die Diagnose so früh gestellt wurden konnte, wurde ich doch von allen geläufigen Symptomen verschont. Von heute auf morgen war ich krank. Zack – hier ist ein Blutzuckermessgerät. Zack – hier sind Tabellen mit Broteinheiten. Zack – hier steht wie Insulin so wirkt. Zack – hier ist übrigens ein Pen, das hier sind die Nadeln. Wo ist Ihre schönste Bauchfalte?

Wiederholen möchte ich diese Wochen nicht. Ich habe oft gezornt, geheult, geschrien, gestampft, geschimpft und Rumpelstilzchen persönlich hätte das nicht besser gemacht. Nicht zu vergessen die 10 Minuten „Oh Gott, oh Gott! Ich kann das nicht!“, die ich vor meiner Diabetesberaterin saß, als die mir meinen ersten Pen vor die Nase hielt (an dieser Stelle herzlichen Dank für ihre Geduld!).
Hinzu kamen eine mittelschwere Depression (zumindest hat meine Psycho-Frau das später so bezeichnet), ein nächtlicher Überfall, Stress in der Arbeit, die Familie 200 Km weit entfernt… Das hat gereicht, um mich auf die Psycho-Couch zu verfrachten.

Gespräche mit der Psycho-Frau, Festivals, Urlaube, Unterstützung, Konzerte, Verständnis vom Umfeld, Diabetes-Blogs, Diabetes Zeitschriften… und irgendwann hat sich das Blatt gewendet. Es ging aufwärts. Alles war möglich! Es musste einfach nur angepasst werden bzw. ich musste mich anpassen. Anpassen an das neue Leben mit Diabetes und allen großen und kleinen Hindernissen, die es mit sich bringt.

Der Diabetes und ich. Uns gibt’s nur im Doppelpack. Das musste ich erst einmal verstehen und mich mit meinem neuen Begleiter arrangieren. Natürlich, es gibt Gelegenheiten, da rumpelt es heftig zwischen uns und hin und wieder treten leichte Kommunikationsstörungen auf, aber wir arbeiten daran. Immerhin müssen bzw. dürfen wir es noch eine Weile miteinander aushalten :)
 

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#dedoc Blogparade: Hallo, ich bin Aleks! Nice to sugar you!

Es gab mal diese Sendung, in der man fragte: "Was bin ich?" und für jede falsche Antwort bekam derjenige, dessen Beruf man erraten sollte, 5 Mark in sein Schweinchen gefüllt. Es wäre lustig, das hier nachzuahmen, aber dazu soll dieser Post ja nicht dienen. Schließlich möchte ich mich ja vorstellen und euch nicht euer Geld aus der Tasche ziehen ;)

Die Frage nach "Wer/ was bin ich?" ist einerseits einfach zu beantworten. Eine Frau. Eine 25-jährige. Eine Studentin. Eine Katzenbesitzerin. Eine Essenerin. Eine Brillenträgerin. Eine Musikliebhaberin. Eine Freundin.

Andererseits ist es aber doch nicht so einfach, zu sagen, wer man ist, wenn man das ausblendet, was einen am Meisten definiert: eine Typ1- Diabetikerin.

Natürlich ist eine Krankheit nicht das, was einen definiert. Aber es ist der Beruf, den ich schon 14 Jahre meines Lebens ausübe! Also ist es das längste, was ich in meinem Leben gemacht habe und wahrscheinlich noch lange lange machen werde. Und weil Diabetes keine Nebensache ist. Zumindest nicht immer. Er wird irgendwann Routine, aber manchmal fordert er doch mehr Aufmerksamkeit. Ich bin aber nicht meine Krankheit, meine Krankheit ist ich!

Und da wir uns wirklich gut verstehen (was nicht zuletzt an unserem Zuwachs Ende Januar liegt, da kam nämlich MIA (Me Incredibly Awesome), meine Pumpe), machen wir auch wirklich viele Dinge zusammen! Und genau die Zusammenstellung all dieser Dinge ist es, was Aleks zu Aleks macht.

Wir haben unser Abitur gemeistert!
Und wir sind umgezogen. Zwei Mal sogar.
Jetzt haben wir einen Freund, eine Wohnung und zwei (wirklich Unsinn treibende!) Katzen.
Wir lesen gute Bücher (diese verschlingen wir teilweise an einem Tag!).
Außerdem lieben wir Serien! Nur leider gibt es nicht genügend Zeit am Tag, um alles durchzusehen. Deshalb schauen wir manchmal auch klammheimlich in der Uni, während der Vorlesung ;) Dort verbringen wir übrigens gerade 4 Tage die Woche von morgens bis abends (tatsächlich!). Und sind freitags immer froh, wenn wir uns mal so richtig ausschlafen können.
Wir lieben es zu kochen! Morgens gibts dann auch öfter Apfelpfannkuchen oder aber am Wochenende Kuchen und Torten und Lasagne und Tomatensuppe und und und. Das würde erheblich den Rahmen sprengen, wenn wir hier alles aufzählen würden ;)
Musik ist unsere innere Sprache. Die Texte können wir uns wesentlich besser merken als jegliche Formeln in der Uni. Dabei spielt das Genre nicht so eine große Rolle, denn eigentlich hören wir Querbeet. Aber für Rock sind wir immer zu begeistern!
Schminken finden wir super, können aber auch beruhigt ohne Make-Up auf die Straße gehen.
Wir haben mal Schach gespielt. Aber die Verluste konnten wir nicht mehr so wirklich kompensieren, weshalb wir schnell die weiße Fahne gehisst haben.
Wir sind nicht shoppingsüchtig und wir besitzen nur knapp 7 Paar Schuhe!
Pinguine sind unsere Lieblingstiere und Tierdokus können wir nie ohne Tränenvergießen schauen.
Unsere Lieblingsfarbe ist violett und unsere Lieblingszahl ist die 18.
Unser Lieblingsauto ist der VW New Beetle.
Wir lieben England und wollen später einmal in London leben.
Wir waren kaum im Ausland, aber es war die wenigen Male spannend und schön.
Wir sind handwerklich begabt und lieben es zu putzen!
Unser liebstes soziales Netzwerk ist Twitter, aber Instagram ist auch ganz okay.
Wir sind stolz auf unseren Foodporn manchmal ;)
Wir lieben die englische Sprache!
Wir sind Teil einer großen Community.

Ich bin Diabetikerin - das hier ist #dedoc - all diese Dinge machen mich aus. Und all diese Dinge tue ich gerne - mit meinem Diabetes. Denn wir sind ein gutes Team und dankbar, uns zu haben, weil wir sonst nicht die wären, die wir heute sind.

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